Die beiden Fachgruppen Elektroversorgung (FGr E) und Notversorgung/Notinstandsetzung (FGr N) des THW bekamen am Abend den entsprechenden Einsatzauftrag. In einem Wilnsdorfer Grundschulgebäude sollten Klassenräume ausgeleuchtet, mit provisorischen Steckdosen versehen und Verkehrswege ausgeleuchtet werden.
Mit 10 Einsatzkräften, zwei Fahrzeugen und zwei Anhängern machten sich die THW-Kräfte kurze Zeit später auf den Weg zum Übungsobjekt. Dort wurde die große Netzersatzanlage mit 175 kVA Leistung vorbereitet, um im Gebäude für Licht und Strom zu sorgen. Der Generator des Lichtmasts der Fachgruppe N sorgte vor dem Gebäude für Licht. Zusätzlich wurde auch noch eine Laufbahn ausgeleuchtet. Hierzu kamen Leuchtmittel auf Stativen zum Einsatz.
Ein wichtiger Punkt gleich zu Beginn der Übung war das Planen des aufzubauenden Stromverteilnetzes. Hierbei war nicht nur die optimale Verwendung des mitgeführten Materials zu berücksichtigen. Da das Objekt ja als "Notunterkunft" genutzt werden sollte, waren besonders hohe Anforderungen an ein "stolperfallenfreies" Verlegen der provisorischen Infrastruktur zu beachten. Auch im Gebäude selbst sollte sichergestellt werden, dass das Verteilnetz bei einem Ausfall der großen Netzersatzanlage durch einen tragbaren Stromerzeuger zumindest die Beleuchtung der Verkehrswege wieder übernehmen konnte.
Insgesamt gab es für die Einsatzkräfte bei dieser Übung die Gelegenheit, verschiedene Umsetzungvarianten zu erproben. Dies wurde auch ausgiebig genutzt, sodaß alle Kräfte nach Übungsende und Abbau erst tief in der Nacht wieder in ihre Unterkunft nach Siegen zurückkehren konnten.
An dieser Stelle noch ein Dank an die Gemeinde Wilnsdorf für das unkomplizierte zur Verfügung stellen des Objektes und insbesondere an den Hausmeister, der seinen freien Freitagabend "geopfert" und die Einsatzkräfte bestens unterstützt hat.
Fotos: THW Siegen, Kevin Becker